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Phantomgrenzen sind frühere, zumeist politische Grenzen, die den heutigen Raum strukturieren. In vielen Fällen wirken die historischen Räume (Habsburger Reich, Osmanisches Reich, Teilung Deutschlands, Teilung Polens u.a.) fort oder tauchen erneut auf: im Wahlverhalten, in Infrastrukturnetzwerken oder auch in sozialen Praktiken. Diese Remanenz-Phänomene werden von allen Projekten, die im Kompetenznetzwerk zusammenarbeiten, in verschiedenen Facetten für die Region Ostmitteleuropa und Südosteuropa untersucht.

Blumen Regionen Ukraine(Bild: Blumen Regionen der Ukraine)

Wir verstehen Phantomgrenzen als ein offenes Modell, um solche Remanenzphänomene analysieren zu können. Historische Langzeitwirkungen werden dabei genauso beachtet wie materielle und soziale Strukturen und die politische Instrumentalisierung ehemaliger Grenzen. Das internationale Kompetenznetzwerk führt den Begriff „Phantomgrenzen“ in die Untersuchung regionaler Unterschiede ein und möchte einen Betrag dazu leisten, die Eigenarten einer Region zu verstehen, die in besonderer Weise von den Grenzverschiebungen der jüngeren Geschichte geprägt ist. Untersucht werden verschiedene Modi von Phantomgrenzen: Bebauungen ebenso wie Rechtskulturen oder kulturelle und soziale Phänomene.

Bei Interesse an unseren Aktivitäten können Sie sich jederzeit an uns wenden oder unsere Werkstattgespräche oder Tagungen besuchen.

Veranstaltungen

21.06.2012 Isa Blumi Hauptgebäude der Humboldt-Universität, Unter den Linden 6, Raum 3119 (2. Stock, über dem Audimax) Delineating the Frontier: Ottoman Balkan Cities in Face of post-1878 Boundaries

12.07.2012 Drago Roksandic Hauptgebäude der Humboldt-Universität, Unter den Linden 6, Raum 3119 (2. Stock, über dem Audimax) Urbane Imaginarien in Karlovac um 1900 zwischen lokalen und globalen Horizonten

06.09.2012 Conference: Networks of Infrastructure and the Phantom Borders in East Central Europe Europa Universität Viadrina, Frankfurt (Oder) Teilprojekt Centre Marc Bloch (Benjamin Schenk, Jan Musekamp)